Hr 01

Freitag, 1.5.2026
Es war ein wunderschöner erster Mai mit Sonnenschein, wolkenlosem Himmel und Temperaturen zumeist über 20°. Und dieses Wetter wurde uns Glückspilzen nun zu unserem Frühlingstreffen 2026 beschert. Da konnte nichts mehr schiefgehen, zumal der Wetterbericht für die nächsten Tage keine Änderungen erwarten ließ. Hr 02Besonders erfreulich: Mit 26 Transalps erreichten wir eine Teilnehmerzahl wie zuletzt 2017. Der Austragungsort für das Treffen war dieses Mal mitten im Hunsrück, in Idar-Oberstein. Ort und Region sind den meisten Motorradfahrern unbekannt - und nicht nur denen. Schon bei der Anreise stellten die weiter Gereisten fest, dass auf den Straßen so gut wie nichts los war. Die Verkehrsströme flossen an Rhein und Mosel entlang vorbei und auf der A 61 drüber. Also die besten Voraussetzungen für eine entspannte Tour am Folgetag.

Die meisten hielt es heute wohl kaum zu Hause aus, denn schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Empfang mit Kaffee und Kuchen im Berghotel Kristall war bereits die Hälfte der Teilnehmer eingetroffen und fachsimpelte angeregt zwischen den Motorrädern. Es gab wie immer auf dem ersten Treffen nach dem Winter viel zu erzählen. Das Abendessen fand im Hotelrestaurant statt, der Ausklang z.T. im Freien bei den Transalps…

Hr 03Samstag, 2.5.2026
Nach dem Frühstückbuffet starteten wir bei strahlendem Wetter zu unserer Rundfahrt. Heute erwartete uns ein technisches Novum: Nach sage und schreibe 32 Jahren (!) stellten wir die Koordination der Gruppe von CB-Funk auf die MESH-Technologie um. Die Reichweite ist gegenüber der analogen Funktechnik zwar um das fünf- bis Zehnfache geringer. Aber fast jeder Dritte hatte so ein Gerät, und fungierte damit als Relaisstation. Wichtig war lediglich eine gleichmäßige Verteilung der „Mesher“ - und das funktionierte für den Anfang erstaunlich gut…

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Dank des ungewöhnlich geringen Verkehrsaufkommens verlief die Rundfahrt ausgesprochen entspannt. Es gab mehr kurvige Sträßchen als in der Eifel. Aber das dürfte eher dem Umstand geschuldet sein, dass der Tourguide - Balu - in dieser Region beheimatet ist. Fazit des Tages: Kein „kurviger.de“ ersetzt einen echten Insider… Es ging kreuz und quer, auf und ab durch die Region mit Orten, von denen kaum jemand gehört hat. Auf der ganzen Tour, die auf 280 km geplant war, musste so gut wie keine Ampel passiert werden. Der ursprüngliche Tourenplan ließ sich jedoch nicht vollständig einhalten, weil sich kurz vor der ersten Pause bei einem der Kameraden ein Plattfuß im Hinterreifen eingestellt hatte.

  

Hr 05Das war ca. 30 km nördlich von Kaiserslautern. Der Großteil kehrte nun 5 km entfernt in den Falkensteiner Hof ein, ein unter Motorradfahrern beliebtes Restaurant mit Aussichtsterrasse und einem fantastischen Panoramablick. Eine kleinere Abordnung blieb beim Unglücksfahrer, baute Hinterrad und Schlauch aus und flickte das Loch - natürlich ohne Hauptständer… Ein Lob gebührt unserem Neuzugang Carsten, der nicht nur die komplette Ausrüstung zum Reifenwechsel mit sich führte, sondern auch gleich mit Balu zusammen Montage und Reparatur vornahm.

Die Pause dauerte auf diese Weise deutlich länger als geplant. So mussten wir die Tour um ca. 50 km verkürzen, was aber die Stimmung in keinster Weise einschränkte. Gut ausgeruht ging es über viele kurvige und einsame Sträßchen nach Nordwesten bis ca. 20 km westlich des Rheinknies bei Bingen. Dort verteilten wir uns auf drei Tische in einem Gartenlokal zu Kaffee und Kuchen. Von diesem östlichsten Punkt der Tour ging es zurück ins Hotel. Aufgrund der Verkürzung der Route gelang die pünktliche Ankunft um 17 Uhr. Und da war wieder unsere After-Tour-Party angesagt, die üblicherweise in voller Montur bei den Motorrädern stattfindet. Dieses Mal waren die meisten sogar voll dabei.

Hr 06Ein perfekter Tag neigte sich dem Ende zu. Das Abendessen nahmen wir wie am Vortag im Hotelrestaurant ein, den Ausklang z.T. draußen. Erneut sorgte die sternenklare Nacht für einstellige Temperaturen und verkürzte den Aufenthalt im Freien ein wenig.

Hr 07Sonntag, 3.5.2026

Die Sonne schien schon vor dem Frühstück ohne Unterlass. Die Frühaufsteher trafen sich wie gewohnt auf dem Motorradparkplatz und führten ihre Benzingespräche. Das Frühstücksbuffet war das dann letzte Highlight der Veranstaltung. Die Teilnehmer machten sich auf die jeweiligen Heimwege - natürlich begleitet von viel Sonnenschein. So viel schönes Wetter hatten wir wirklich schon lange nicht mehr beim Frühlingstreffen. Aber das haben wir uns doch verdient.

Organisation: Frank Doll
Fotos: Carsten Diem, Carsten Fischer, Georg Spindler