Calw 28.-30.4.2007 Drucken

Samstag, 28.4.

cw kaffeeWie sich die Zeiten ändern können…. Letztes Jahr herrschte zu Beginn unseres Frühlings-treffens noch heftigster Schneefall - und jetzt das hier: Der Frühling, der ein Sommer war. Aber umso besser. Gut gelaunt und in bester Frühlingsstimmung trafen nacheinander bis zu 24 Transalpfahrer/-innen in einem abgelege-nen Teilort von Calw im Nordschwarzwald ein. Die Pension lag so idyllisch in einem Dorf mit ein paar wenigen (Bauern)häusern, dass man sich in einem Heimatfilm aus den 50-er Jahren wähnte. Wie gewohnt wurden wir alle erst mal mit Kaffee und Kuchen - natürlich im Freien - empfangen. Es gab nach dem Winter wieder eine Menge zu erzählen. Und der überaus gro-ße Anteil an Neuzugängen hatte natürlich auch viel Informationsbedarf. Gegen Abend verleg-ten wir dann in eine nahe gelegene Gaststätte, wo wir gut und ausgebig aßen. Auch dies ging alles auf der Terrasse vonstatten, obwohl es im Dunkeln allmählich kühler wurde. Aber wozu gibt’s denn Pullover und Jacken…?


Sonntag, 29.4.

cw wald

Bei fast schon unheimlich schönem Frühlingswetter starteten wir zu unserer gemeinsamen Tour. Es ging zunächst über schmale Sträßchen durch die Wälder, bevor wir auf die bekannteren Gebirgsstrecken Rich-tung Westen nach Baden-Baden fuhren. Unsere ers-te Pause begingen wir auf einer Hochfläche auf ca. 1000 m Höhe, wo vor 7 Jahren der Sturm Lothar ge-wütet hatte. Auch heute erinnern die niedergemach-ten Wälder an Fotos aus dem ersten Weltkrieg und verbreiten immer noch eine unheimliche Stimmung.

 

Es ging dann weiter über kurvige Straßen mit vielen Panoramblicken bis an den Ortseingang von Baden-Baden, wo sich der nördliche Einstieg zur berühm-ten Schwarzwaldhochstraße befindet. Warum diese Kammstraße so beliebt ist, wurde uns dann sehr bald klar:

 

 

 

cw abfahrt

 

Wunderschöne Aussichten und noch wunderschönere Kurven, allerdings erst richtig spaßig ab 100 km/h. Und weil es da in der Vergangenheit un-weigerlich zu schweren Motorradun-fällen gekommen ist, wurde auf der gesamten Strecke eine Geschwindig-keitsbegrenzung von 70 km/h einge-führt, die auch mit viel technischem und personellem Aufwand kontrolliert wird (Personalengpässe kennt die Po-lizei offensichtlich nur, wenn es um Kriminalität geht…). Also hielten wir uns brav an die Regeln, spulten ein paar obligatorische Kilometer ab und bogen bald in eines der zahlreichen Bergsträßchen ein, die ins Rheintal hi-nab (und wieder hinauf) führen.

 

 

cw gewitter

 

Im Tal bei Achern kehrten wir dann zum Mittagessen ein. Als wir unsere Tour wieder Richtung Gebirge fort-setzten, trat etwas für die letzten Wo-chen völlig Ungewöhnliches auf: Wir gerieten in ein heftiges Hitzegewitter (am einem 29.4.!). Bis wir eine Unter-stellmöglichkeit gefunden hatten - in einem Sägewerk - waren wir fast schon durchnässt. Wir nahmen es ge-lassen und warteten das Ende des Regens ab.


Nach einer halben Stunde ging es wieder weiter - den Kniebis hoch, ei-ner Passstraße, die schon einen ziemlich alpinen Touch hatte. Oben angekommen ging es zunächst durch Freudenstadt mit dem größten Markt-platz Deutschlands. Die nächste Pau-se machten wir dann an der Nagold-Talsperre kurz vor Altensteig in einer bei Motorradfahrern sehr beliebten Kneipe. Das Originellste hier war, dass ein Teil der Tische auf einer Drehplatte stand. Man konnte also seinen Kaffee bei wechselnder „Aussicht“ genießen. Aller-dings war die Aussicht an sich begrenzt, weil das Ganze ebenerdig stand - nicht so wie die Drehrestaurants in manchen Fernseh-türmen….

 

Um ca. 18.00 Uhr trafen wir wieder alle in der Pension ein um dann ab 19.30 wieder Abend essen zu gehen. Dieses Mal saßen wir aber rein. Es war halt doch noch recht kühl nachts.

 

Montag, 30.4.

Ein weiterer wunderschöner Tag war angebrochen. Wie gewohnt trennten sich die Teilnehmer nach dem Frühstück wieder. Jeder hatte mehr oder weniger zahlreiche sonnige Kilometer vor sich. Viele meinten, es braucht eigentlich gar nicht mehr wärmer werden dieses Jahr. Wir dürfen gespannt sein, wie es auf dem Sommertreffen in 2 Monaten aussieht…

 

Organisation: Bobo Lubensky
Fotos: Ingo Tiegs, Georg Spindler

 

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